Miniaturen / verkaufte Objekte

 

Bildnisminiaturen zählen zu den persönlichsten Zeugnissen der Kunstgeschichte und dienten in erster Linie als Erinnerung an geliebte Menschen und für die Werbung um einen Partner.
Der berühmteste und bedeutenste österreichische Miniaturist war Moritz Michael Daffinger (1790-1849) der an der Wiener Akademie der Bildenden Künste unter Heinrich Friedrich Füger (1751-1818, ein herausragender Porträtmaler und Künstler) studierte. Später wurde er von dem ab 1819 in Wien lebenden britischen Künstler Thomas Lawrence (1769-1830) beeinflusst. Daffinger porträtierte zahlreiche Vertreter des Kaiserhauses, des Hochadels und des Großbürgertums, das Gesamtwerk soll mehr als 1.000 Miniaturen umfassen. Das Bildnis seiner schönen Frau, Maria Theresia Smolenitz von Smolk (1808-1880) zählt zu den Highlights unserer verkauften Miniaturporträts und stammt aus der Zeit um 1828.
Zu seinen herausragenden Schüler zählen u.a. Robert Theer (1808-1863), Thomas Emanuel Peter (1799-1873, Karl von Saar (1797-1853) und Alois von Anreiter (1803-1882). Thomas Emanuel Peter gilt als der beste Schüler Daffingers wie man auch an dem Miniaturporträt des jungen Kaiser Franz Joseph I. von Österreich oder der Bildnisminiatur der Fürstin Josepha Sophie von Liechtenstein erkennen kann.
Ein gutes Beispiel für einen international bekannten Porträtisten des 18. Jahrhunderts ist die Miniatur von Peter Adolf Hall (1739-1793) die in Paris um 1790 entstand und eine Dame vor einer Parklandschaft zeigt. Hall war Hofmaler des französischen Königs.

 

Daffinger

Miniatur Peter Liechtenstein
Porträt Kaiser Franz Joseph I. von Österreich
BILDNIS VON MARIA DAFFINGER von Moritz Michael Daffinger, Wien um 1828, Aquarell auf Elfenbein, 12,2 x 9,3 cm
MINIATUR-PORTRÄT DER FÜRSTIN JOSEPHA SOPHIE VON LIECHTENSTEIN, Emanuel T. Peter nach Moritz M. Daffinger, Wien nach 1830, Aquarell auf Elfenbein
MINIATUR-PORTRÄT KAISER FRANZ JOSEPH I. VON ÖSTERREICH von Emanuel Thomas Peter nach Einsle, Wien 1849, Aquarell auf Elfenbein, 13,5 x 10 cm