Laterndluhren

antike Uhren, Wanduhren, Miniatur Dachluhren, Wiener Regulatoren

Wir führen alle Arten an Wanduhren aus dem ehemaligen Gebiet der österreichisch-ungarischen Monarchie, besonders Wiener Laterndluhren und Dachluhren mit Wochengang- bis zur Jahresgangdauer, Bodenstanduhren, Kommodenuhren, teilweise mit Gewichtsantrieb und Wochenwerken, Reisewecker und Reiseuhren des 18. und frühen 19. Jahrhunderts, der Empirezeit und des Biedermeier, verschiedene Uhren mit Komplikationen und technischen Rafinessen. Holzgehäuse werden nicht geschliffen und politiert um die Authentizität zu dokumentieren, die Werke werden nur gereinigt und gangbar gemacht.
Sollten Sie einen Uhrentyp suchen, den Sie nicht in unserem Angebot finden, kontaktieren Sie uns bitte, da nur ein Teil unseres Warenlagers online ausgestellt ist. Wir freuen uns auf ein Gespräch mit Ihnen.

SOLD:

Laterndluhr "Joh. Lehrner in Kaschau 1826" Laterndluhr "Joh. Lehrner in Kaschau 1826"Laterndluhr "Joh. Lehrner in Kaschau 1826"Laterndluhr "Joh. Lehrner in Kaschau 1826" Laterndluhr "Joh. Lehrner in Kaschau 1826"

LATERNDLUHR
Signiert und datiert: „ Joh. Lehrner in Kaschau 1826“
Länge: 152 cm, Gangdauer: acht Tage
Mahagoni furniertes Gehäuse mit linearen Ahornadern, feuervergoldetes guillochiertes und graviertes Metallzifferblatt, Zentralsekunde, gebläute Stahlzeiger, Dosenwerk, Wiener 4/4-Stundenschlag mit einem Gewicht und schwenkbarem Hammer auf zwei Tonfedern, Grahamgang, die Räderwerke für Geh- und Schlagwerk sind unter dem Zifferblatt auf der Platine in Kloben gebaut. Die Lager sind mit Stahldeckplättchen versehen. Die Walzen ragen aus der Rückseite des Werkes und sind in kräftigen Kloben gelagert. Die Lager des Graham-Ankers sind mit Mikrometerschrauben verstellbar. Die Schlagwerks-Katraktur ist auf der Rückseite der Platine angebracht. Schlagwerk mit doppeltem Flaschenzug. Mikrometerschlitten zur Eingriffsverstellung. Ovales und rundes Gewicht für das Gehwerk, Werkaufhängung in Segmenten einer Holztrommel. Schlagstempel „LEHRNER“ auf Tonfedernträger und Platine, schneidegelagertes Sekundenpendel aus Stahl mit Messinglinse.
Vergleiche: Laterndluhr von Josef Binder im Hofmobiliendepot Inv.Nr. MD042685/000.
Johannes Lehrner in Kaschau (ehemalige Donaumonarchie, heute Slowakei): geb. 1791in Zistersdorf (A), gest. 1867 in Kaschau. Er ging um 1820 nach Kaschau.
Die Stadt Kaschau hatte offensichtlich die Möglichkeit, diese von Lehrner 1826 gefertigte Uhr zu erwerben: Kemény Lajos schreibt in seinem Aufsatz über die Kaschauer Uhrmacher: Eine seiner (Lehrner) im Jahre 1826 gefertigten Uhren zeigte noch kürzlich  die Zeit im großen Kasino an. Wir haben es verabsäumt dieses für unsere Stadt bedeutsame historische Stück in unser Museum zu plazieren. (Jajos Kemény: Kassai óragyàrtók, in: AZ IPAR, September 1919, S. 3 und 4.)