Antiquitäten / verkaufte Objekte


Ein Schwerpunkt unserer Galerie liegt auf dem An- und Verkauf von Wiener Perlmuttarbeiten (den sogenannten „Galanteriewaren“) aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Diese sind oft mit feiner Malerei und/oder feuervergoldeten Bronzebeschlägen versehen. Ein einzigartiges Objekt aus diesem besonderen Sammlungsbereich wurde von uns an die Hofmobiliendepot-Silberkammer in Wien verkauft: ein Modell des Äußeren Burgtors in Wien aus Perlmutt. Die Arbeit stammt aus der Zeit um 1825 und diente wohl als prunkvoller Tafelaufsatz. Die Provenienz des Objektes geht auf das österreichische Kaiserhaus zurück (Schenkung Kaiser Franz Joseph I. an dessen „Saal-Thürhüter“ Josef Deimel) und es ist daher eine besondere Freude das Perlmutt-Modell nun in der Hofburg besichtigen zu können. Darüber hinaus wurde es 2014 in der Ausstellung „Die Gründung der Albertina. Zwischen Dürer und Napoleon“ (14.03.2014 - 29.06.2014) in der Albertina präsentiert. Ein weiteres Highlight dieses Sammlungsgebietes ist eine mit Perlmutt furnierte Briefkassette um 1825 mit insgesamt elf Gouachen, die Balthasar Wigand zugeschrieben sind und Ansichten von Wien und Umgebung zeigen.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt bei qualitätvollen böhmischen Biedermeiergläsern und hier besonders auf den von Friedrich Egermann (1777-1864) erfundenen Lithyalin-Gläsern, die versuchen durch Beizung optisch Edelsteine oder Halbedelsteine nachzuahmen. Manche dieser Gläser wurden auch noch mit Goldmalerei versehen wie unsere verkauften Beispiele zeigen.
Als der wichtigste Glasmaler in Wien galt Anton Kothgasser (1769 – 1851), seine Gläser bzw. jene aus seiner Wiener Werkstätte, gelten unter Sammlern als sehr begehrt und erzielen hohe Preise im Handel wie unser verkaufter Ranftbecher mit der Ansicht der Basilika in Mariazell.
Ein besonderes Stück unserer verkauften Objekte ist der Globuspokal,  mit Herkules, der den Erdglobus trägt,  aus (teilweise vergoldetem) Silber, eine Version von Carl Gustav Hallberg (Stockholm 1908) nach einem Pokal des berühmten Nürnberger Goldschmied Christoph Jamnitzer, das Original aus der Zeit um 1620 befindet sich im Stockholmer Königspalast.
Aus der Danhauser Werkstatt stammt ein prunkvoller Standleuchter aus Goldbronze mit Mahagonisockel (um 1820), der an die Albertina verkauft wurde und dort in den Prunkräumen zu sehen ist. Danhauser war der wichtigste Möbelfabrikant in Wien (mit Niederlassungen in Graz und Budapest) und stattete zahlreiche Palais wie die heutige Albertina oder das Schloss Laxenburg aus.
Das Porzellan aus der Sorgenthal-Ära der Kaiserlichen Porzellanmanufaktur Wien – benannt nach Conrad Sörgel von Sorgenthal, Leiter der Manufaktur 1784-1805 -  ist nach wie vor gefragt und gesucht. Ein Prunkstück von 1800 ist ein Déjeuner mit originaler Lederkassette mit feinen Malereien nach Angelika Kauffmann (1741-1807).
Der berühmteste Bronzier seiner Zeit war der Pariser Pierre-Philippe Thomire (1751-1843). Seine Arbeiten bzw. Entwürfe sind in Museen in der ganzen Welt zu sehen. Er gestaltete ein Paar Bronze-Urnen von höchster Qualität, die wir vor einigen Jahren verkauft haben.
Über besondere Beliebtheit bei unseren Kunden erfreuen sich antike Pistolen, besonders Perkussionspistolen in originaler Kassette mit reichem Zubehör. Zwei besondere Beispiele unserer verkauften Waffen sind jene von dem Prager Büchsenmacher Anton Vinzenz Lebeda d.A. (1797– 1857) aus der Zeit um 1840/50 sowie das barocke Paar Steinschlosspistolen von dem Wiener Joseph Hamerl um 1720.

 
Matthew Boulton Vase
   
AMETHYST VASE VON MATTHEW BOULTON (1728-1809), England um 1770, Höhe: ca. 21 cm
   
Perlmutt Lichtschirm Wien
Perlmutt Tafelaufsatz Wien
Perlmuttkassette
PERLMUTT-LICHTSCHIRM IN FORM EINES SEGELSCHIFFS MIT ANSICHT DER “SPINNERIN AM KREUZ”, Wien um 1830, Höhe: 56 cm
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PERLMUTT-MODELL DES ÄUSSEREN BURGTORS IN WIEN, um 1825, Länge: 40,5 cm
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WIENER PERLMUTT-BRIEFKASSETTE , Wien, um 1825, 21,5 x 15,5 x 8,5 cm
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Ranftbecher Anton Kothgasser Wien

Sevres Teller Eisenstadt

Anton Kothgasser
RANFTBECHER MIT ANSICHT VON ST. STEPHAN IN WIEN , wohl Anton Kothgasser (1769-1851)
Wien um 1825, Höhe: 11 cm, Wandung innen vergoldet, außen versilbert
ANSICHTENTELLER „CHATEAU D'EIZENSTADT"
Königliche Porzellanmanufaktur Sèvres
Frankreich 1829/30
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RANFTBECHER mit Ansicht der Basilika in Mariazell, wohl Anton Kothgasser (1769-1851), Wien um 1825, Höhe: 12,1 cm
Hirschfänger
Porzellan wien
Lithyalin Becher

BAROCKER HIRSCHFÄNGER, Deutschland um 1750, Emailgriff mit Jagdszenen, feuervergoldete Metallteile und vergoldete Klinge

SORGENTHAL PORZELLAN DEJEUNER in originaler Kassette, Kaiserliche Porzellanmanufaktur Wien 1800, Malerei nach Angelika Kauffmann
LITHYALIN BECHER, Nordböhmen um 1830, Höhe: 10,6 cm