Gemälde / verkaufte Objekte

Die Malerei unterteilt sich in folgende klassischen Bildgattungen, wobei die Historienmalerei lange als die höchste Kunstdisziplin galt, danach folgten das Porträt, die Landschafts- und Genremalerei und schließlich das Stillleben.

Die HISTORIENMALEREI umfasst die Wiedergabe aller mythologischen, religiösen, literarischen oder historischen Themen. Ein sehr schönes Beispiel aus dem Bereich der Mythologie stellt das verkaufte Gemälde „Narziss“ von Charles Thevenin (Paris 1764 – 1838) dar. Der französische Maler des Klassizismus zeigt den selbstverliebten Narziss bei der Betrachtung seines Spiegelbildes in einem Teich. Ein militär-historisches Beispiel veranschaulicht der Maler Wilhelm Richter (Wien 1824 - 1892) in seinem Gemälde „Österreichisches Infanterie-Feldlanger in der Lombardei“, eine idealisierte Darstellung des militärischen Lagerlebens in Mailand 1858.

Die LANDSCHAFTSMALEREI kann man in konkrete, idealisierte und natürliche Landschaftsdarstellungen unterteilen, dazu zählen auch Städte (Veduten) oder Gärten. Ein Beispiel aus dieser Gattung stammt vom ungarischen Künstler Alexandre Brodsky: eine Stadtansicht von Como in Italien von 1837/38. Einen idyllischen Blick in einen blühenden Obstgarten am Attersee vermittelt hingegen der österreichische Künstler Thomas Leiter (1876 – 1948) in seinem Bild von 1906.

Die GENREMALEREI zeigt Szenen und Handlungen aus dem Alltagsleben wie im Gemälde „Die Überraschung“ von Johann Matthias Ranftl (Österreich um 1840). Sehr detailliert wird eine bäuerliche Stube in dem sich ein „Liebespaar“ vergnügt, dargestellt. Die Grenzen der Landschafts- und Genremalerei gehen manchmal fließend ineinander über wie im Gemälde von Emile Pierre Metzmacher (1815–1890) „Das erste Rendezvous“.

Beim PORTRÄT ging es nicht nur darum, das Äußere einer (oder mehrerer) Personen abzubilden, sondern auch dessen Persönlichkeit zum Ausdruck zu bringen. Bildnisse haben zahlreiche Funktionen wie dem Zeugnis eines bestimmten Ereignisses (Hochzeiten, etc.), zur Ehe- bzw. Beziehungsanbahnung, zur Erinnerung und zum Andenken oder als Repräsentationszweck.
Das Herrscherporträt dient in erster Linie dem Personenkult. Wir zeigen Ihnen auf dieser Seite drei Beispiele die Kaiser Joseph II. von Österreich (1741-1790) darstellen. Bei den zwei unsignierten Bildern handelt es sich um sogenannte Kleinporträts, die jeweils ein Brustbild des Herrschers zeigen. Auf dem Doppelporträt mit seinem Bruder Peter Leopold, gemalt nach Pompeo Girolamo Batonis (1708-1787)  berühmten Gemälde im Wiener Kunsthistorischen Museum, werden die beiden hingegen ganzfigurig dargestellt und das Gemälde ist mit Symbolen und Hinweisen angereichert.
Ein spezieller Bereich des Porträts ist das Tierporträt. Hier gab es einige Künstler die sich besonders hervorgetan haben. In Deutschland ist besonders Heinrich Sperling (1844 Warnkenhagen – 1924 Berlin), in Österreich Carl Reichert (1836 Wien – 1918 Graz), beide als Maler hervorragender Tier- bzw. Hundeporträts, hervorzuheben. Eine Besonderheit ist die Darstellung von anthropomorphen Hunden, die im Kreis um einen Tisch sitzen, von Sperling, inspiriert wohl von Marcellus Coolidge (1844-1934).

 
Joseph Heicke
PFERDETRÄNKE IN DER UNGARISCHEN TIEFEBENE
Joseph Heicke (Wien 1811-1861 Wien)
Signiert und datiert "J. Heicke 1846"
Gemälde Josef II.

Ulpiano Checa

DOPPELPORTÄT VON KAISER JOSEPH II. VON ÖSTERREICH UND SEINEM BRUDER PETER LEOPOLD , GROSSHERZOG DER TOSKANA, signiert: "V. Zallinger 1791", nach Batoni, Öl auf Leinwand
BOMBARDEMENT EINES HAFENS DURCH DIE FRANZÖSISCHE ARMADA von Antoine L. Morel-Fatio und Adolphe Couveley, Frankreich um 1850
ANSICHT DES PARISER ARC DE TRIOMPHE
von Ulpiano Checa y Sanz (1860-1916), Öl auf Holz, 25,4 x 40,6 cm
Heinrich Sperling Jagdhunde#
Paar Gouachen auf Papier, Landschaften
Porträt Thompson
JAGDHUNDE
Heinrich Sperling, Deutschland 1908, Öl auf Leinwand, 45,5 x 61 cm
HAUSHUNDE
Heinrich Sperling, Deutschland 1908, Öl auf Leinwand, 45 x 60 cm
JUNGER PRINZ IN EINER PARKLANDSCHAFT
von E.W. Thompson, Paris 1829, Aquarell auf Papier